EU-Project - Lebenswelten - Frauengruppe
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Silvia Bartoš Silvia Bartoš, LeitungsstellvertreterIn von Kunst und Kultur
und MitarbeiterIn aus dem Malatelier, hat die Koordination und
Betreuung des Bereiches Frauen in diesem EU-Projekt übernommen.



Ursprung des Frauenprojekts
Eines der ersten Themen, zu denen im Atelier von Kunst und Kultur gemeinsam in einer Gruppe gearbeitet worden ist, war den Frauen gewidmet. Etwa ein halbes Jahr malten, fotografierten, schrieben Frauen über ihre eigenen Anliegen. Monatlich gab es ein Treffen, bei dem die Werke vorgestellt wurden, bei dem es einen regen Austausch, Lob und Kritik über die Bilder gab. Dann arbeitete jede wieder für sich alleine weiter. Den Abschluss des Projektes bildete ein großes zweitägiges Fest im "Kunstraum". Büchertisch, CD-Verkauf von Musik von Frauen, Gespräche mit einer Sexualberaterin, Massage, ein Tanzworkshop, Buffett, Disko am Abend, Kreistänze, Brunch mit Lesung, und jede Menge Gespräche .......... Teilnehmerinnen, Mitarbeiterinnen und Gäste - jede Frau trug das ihre dazu bei: Es wurde ein rauschendes Fest !!!
Es war ein bunter Raum entstanden, von Frauen für Frauen gestaltet. Dieser von Leben erfüllte Raum klang noch lange in den beteiligten Frauen nach, auch im wiederkehrenden Alltag mit seinen großen und kleinen Grauheiten.
Nachfolgend vorgestelltes Projekt ist ein Versuch an diesen Lebensraum anzuschließen und auch die Frauen in den PartnerInnenländern einzubeziehen.
November 2002
"Frauen gefragt"
Lebenswelten von Frauen


"Frauen gefragt" meint zweierlei: Frauen sind gefragt, die sich beteiligen wollen am Thema "Lebenswelten" und - Frauen fragen Frauen nach ihren Erfahrungen, ihren Kraftquellen, Zielen, Wünschen, Sehnsüchten.

In dieser Projektgruppe melden sich Frauen zu Wort, die im kreativen Arbeiten ein Stück Identität gefunden haben.Sie erzählen in Wort und Bild aus ihrem eigenen Leben oder Teilen ihre Beobachtungen des Alltaglebens durch Fotos mit. Sie richten ihre Fragen an Teilnehmerinnen aus den Partnerländern.

Ein Austausch, durch Texte oder Bilder, könnte den Blick weiten über die Grenzen des persönlichen Lebens oder die Grenzen der Länder in andere gesellschaftliche und kulturelle Lebenswelten.

Vielleicht gibt es ja in den PartnerInnenländern auch schon Frauengruppen, die uns über ihre Arbeit berichten und Anregungen geben können.



Brigitte S. Brigitte S. "mein Lebensweg" (Biografie als zip-Datei)

Themen, die mich bewegen und die ich an Euch weitergeben möchte :

Was / wer bestimmt den Wert einer Frau ?
28 Jahre Partner Muttersein . . . Partner später . .
Beruf Beruf

Netzwerke : wo finden Frauen Unterstützung ?
Familie Stuwe . .
Arbeitskollegen Freundeskreis

Netzwerke : Lieben Sie Feste ?
Taufe Tod
Weihnacht Fasching . . Karneval

Netzwerke : Kreativsein ist Lebendigsein !
. . Zyankali . . Landschaft
Tjeater Vogelscheuche Hände . .
Es würde mich sehr freuen,
wenn ich über Frauenleben in anderen Ländern etwas erfahren könnte :
Kontakt/Mailadresse



Dorith N. Mein Name ist Dorith N. Ich bin in Linz, der Landeshauptstadt von Oberösterreich, geboren und habe längere Zeit in Salzburg und Wien gelebt. Ich bin 44 Jahre. Darf ich meine Lebenswelten vorstellen? Es sind derer drei.
unter Menschen
Der erste "space to live" war der, der gesunden, in der Arbeitswelt stehenden Frau. Der nächste war der der Patientin, die dies aber geheim hält und als dreifache Mutter und Hausfrau großteils mit gesunden Mitbürgern konfrontiert war. Nun befinde ich mich in einer Mischwelt: Ich begegne "gesunden", "körperbehinderten" und "psychisch kranken" Menschen. Langsam habe ich den Mut auch mit den "Gesunden" über meine Krankheit "schizo-affektive Psychose" zu reden.
Schmerz
Meine Erfahrungen in der Psychiatrie mache ich seit meinem 10. Lebensjahr. Da meine Mutter damals einen Selbstmordversuch verübte, kam sie in die Nervenklinik und ich besuchte sie regelmäßig. Die damaligen Zustände in der Psychiatrie lagen noch im Argen. Mit 16 Jahren bekam ich Depressionen, die sich jedoch wieder für einige Jahre legten. Leider aber ließ mich mein Vater mit 18 für ein Jahr (bis zur Volljährigkeit) einweisen. Warum, weiß ich bis heute nicht.
Trauer
Ich bin bereits pensioniert, kann aber ein Taschengeld dazuverdienen, indem ich körperlich behinderten Menschen assistiere. Im August habe ich, um mich zu testen, halbtags in einem Altersheim gearbeitet. Ich überlegte, ob ich eventuell in Teilpension gehen sollte. Aus wirtschaftlichen Gründen und wegen der Dauerbelastung ist es mir aber eher unmöglich, wieder ganz ins Berufsleben einzusteigen.
Zufriedenheit
Begeistert bin ich besonders von der darstellenden und schriftstellerischen Kunst. Ich male vorzugsweise Bilder mit Acryl oder mit Ölkreiden. Ich freue mich schon sehr auf meine Vernissage, auf die ich morgen einlade. Außerdem habe ich bereits ein Buch geschrieben, das heißt "Erzählungen meines Großvaters". Momentan spiele ich auch in einem Amateurtheater. In Zukunft habe ich vor, jährlich eine Ausstellung meiner Bilder zu organisieren. Ein Traum von mir wäre es, die Kunstuni zu besuchen oder bei einem Auslandsaufenthalt zu malen.

Bei uns hat sich vieles zum Vorteil verändert im psychiatrischen Bereich. Jedoch die Vorurteile der Menschen im Alltag sind immer noch sehr stark. Ich gebe es meistens nicht zu, dass ich psychisch krank bin; man sieht`s mir ja nicht an der Nase an. Ich hoffe auch immer noch, dass ich eines Tages gesund bin. Suche: Kontaktfreudige, kunstinteressierte, Frauen mit Lebenserfahrung zum Austausch über Frauenthemen. Wie stehst Du zu Deiner Krankheit? ...Welche Hobbys hast Du? ....Hast Du Kinder? .........Welche Träume, Pläne, Wünsche hast Du für die Zukunft?

Ich würde mich sehr über einen Kontakt(mail) mit Dir freuen und etwas über Deine Lebenswelt erfahren.



Rosemarie S.
Rosemarie S.
tabula
Mein Name ist Rosemarie S., ich bin 63 Jahre alt, habe 3 Söhne (42, 39, 38 Jahre). Es ist mein Wunsch, bei dem EU-Projekt "Lebenswelten (Träume) mitzumachen. Seit einigen Jahren leide ich unter Depressionen. Ich war alkoholkrank, bin derzeit eine längere Phase trocken. Im Jahr 1997 starb mein Mann Alfred nach 38-jähriger Ehe.Ich wohne in einer 3-Zimmerwohnung, das Haus und das Grundstück habe ich an meine Söhne übergeben. Es ist ein schöner Garten mit Pool und gemeinsamem Griller da. Dort werden fröhliche Familienfeste gefeiert. Meine Hobbies sind malen, wandern, tanzen. Seit einiger Zeit mache ich bei promente auch beim Schauspiel mit. Ich koche auch gerne. Leider habe ich eine Getreideallergie. Ich darf nur glutenfrei essen (Hirse, Reis, Polenta, Kartoffeln). Gemüse in allen Varianten. Esse wenig Fleisch, dafür viele Milchprodukte und Obst. Neugierig wäre ich auch, welcher Religion sie angehören. Ich bin evangelisch A.B. (Martin Luther). Mein Opa war 36 Jahre lang evangelischer Pfarrer.
Mein Tag verläuft ganz verschieden. Ich bin eher ein Morgenmuffel. Beim Frühstück nehme ich Medikamente; auch lese ich die Tageszeitung und höre Radio. Dann esse ich eine Kleinigkeit zu Mittag. Eine meiner Lieblingsspeisen ist Rindfleisch mit Porreesoße und Röstkartoffeln.
Ich habe versucht, eine ungefähre Beschreibung von mir abzugeben; dazu gehört auch Bekleidung. Ich trage gerne weite Röcke und Blusen. Meine Haare sind blond, ich bin Brillenträgerin. Wenn ich ein Theater oder Konzert besuche, schminke ich mich etwas. Ich würde mich freuen, Ihre Bekanntschaft zu machen.
Sehnsucht Gedanken . .
Haben auch Sie eine Familie?
Wie geht es Ihnen gesundheitlich?
Gibt es bei Ihnen auch so Familienfeste?
Darf ich fragen, was Ihre Hobbies sind?
Wäre es möglich, dass sie mir über ihre Kochgewohnheiten berichten, besonders über Lieblingsspeise und Nationalspreise?
Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie ins Theater gehen?

Ein Brief von Ihnen oder eine Mail-Nachricht würde mich freuen. In Gedanken und Hoffnung auf Antwort mit vielen Grüßen.

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